Angeln am Elbe-Lübeck-Kanal
Regen und Sturmböen waren vom Wetterdienst für diesen Sonntag, den 30. Mai 2010 vorausgesagt worden.
Ein leichter Nieselregen begleitete uns auf unserer Fahrt an den Elbe-Lübeck-Kanal bei Alt Büchen.
Bedingt durch eine 11 Kilometer lange Baustelle auf der A 24 ereichten wir nach einer Fahrzeit von rund 1 Stunde und 15 Minuten unser Ziel.
Wir, das sind 6 aktive Erwachsene und zwei Jugendliche Vereinsmitglieder des ASV.
Treffpunkt ist der unmittelbar hinter Brücke und direkt neben dem Kanal gelegene unbefestigte Parkplatz.
Es ist windstill und mittlerweile regnet es auch nicht mehr. Letzteres wird bis etwa 09.30 Uhr so bleiben.
Als Kaiser Wilhelm II. den Kanal am 16. Juni 1900, also fast genau vor 110 Jahren eröffnete, der Kanal hieß damals Elbe-Trave-Kanal,
ahnte er sicherlich nicht, dass diese Wasserstrasse niemals eine große wirtschaftliche Bedeutung erreichen wird.
Entstanden ist aber ein herrliches Angelgewässer. Wegen seiner Breite von etwa 30 Metern ist der Elbe-Lübeck-Kanal bei Anglern,
die gerne stippen, sehr beliebt. Rotaugen und Brassen, sie sind wie in vielen anderen Gewässern auch, am meisten vertreten.
Es muss aber auch mit stattlichen Schleien und Karpfen, Alanden, Aalen und Hechten gerechnet werden.
Nach der Zahlung des Startgeldes sucht sich jeder seinen Angelplatz. Endlang des Kanals gibt es überall idyllische Plätze.
Bis 12.00 Uhr kann nun jeder sein Glück versuchen. Ohne vorher anzufüttern ist auch hier nichts zu machen.
Geangelt wird überwiegend mit der Posenangel. Aber auch die Feederrute mit dem Futterkorb kommt zum Einsatz.
Im Laufe des Vormittags frischt es auf. Gelegentlich kommt ein Sportboot vorbei.
Durch das Schleusen ist immer wieder Strömung, mal in die eine mal in die andere Richtung, vorhanden.
Dann gegen 09.30 Uhr fängt es an zu tröpfeln. Es regnet sich ein. Die Fische wollen nicht so recht an den Haken.
Vereinzelt werden Fänge kleinerer Fische bekannt. Thomas kann dann aber einen Brassen mit einer Länge von 55 cm anlanden.
Neue Hoffnung kommt bei allen Teilnehmern auf. Die wirklichen Erfolgerlebnisse lassen aber auf sich warten, bleiben aus.
Später am Sammelplatz, beim Wiegen und registrieren des Fanges, stellt sich dann heraus,
das der eine oder andere doch ohne Fang geblieben ist. Alle sind sich einig.
Im nächsten Jahr will man es erneut am Elbe-Lübeck-Kanal, dann aber an einer anderen Stelle, versuchen.
Wie auch von den anderen Vereinsangeln gibt es von dieser Veranstaltung ein paar Fotos zum anschauen.
Mit sportlichem Gruß
Euer Vereinsmitglied
Gerhard Pitzke