Tour an die Eider 2010
Gegen 05.15 Uhr setzt sich der Konvoi in Bewegung. Eine etwa einstündige Autofahrt liegt vor den Teilnehmern. Das Fernziel ist Breiholz. An der Eider, dem längsten Fluss in Schleswig-Holstein, Gesamtlänge 188 Kilometer, soll heute geangelt werden. Das Flußbett hat im Laufe der Zeit mehrere einschneidende Veränderungen erfahren. Durch den Bau des Nord-Ostsee-Kanals wurde das Flussbett geteilt. Seit diesem Zeitpunkt gibt es den Bereich Ober- und Untereider. Im Jahre 1973 wurde das Eidersperrwerk in Betrieb genommen. Vorbei ist es mit dem Einfluss von Ebbe und Flut bis hinauf nach Rendsburg. Seefische können nun nicht mehr ungehindert den Fluß hinaufziehen. Dennoch ist die Eider bekannt für ihre kapitalen Hechte, Zander, Aale aber auch für große Karpfen und natürlich für Brassen, Rotaugen, Rotfedern usw.. Wir wollen versuchen, einen Teil davon selbst an den Haken zu bekommen. Die Vorfreude ist groß. Nach dem Eintreffen vor Ort, die Bekanntgabe der Teilnahmebedingungen und die Zahlung des Startgeldes. Danach sucht sich jeder entlang des Flussbettes seinen Angelplatz. Beim Anmischen des Futters der erste Kontakt zum Wasser. Es ist nicht nur sehr sehr klar sondern auch sehr warm. Mit dem auffrischenden Wind verfliegen die letzten dunklen Regenwolken der Nacht. Die Sonne kommt hervor und es wird wieder ein T-Shirt warmer Tag trotz des ständigen leichten Windes aus nördlicher Richtung. Zunächst überall lange Gesichter. Die Fische wollen nicht beißen. Gegen 09.00 Uhr erscheint auf der gegenüberliegenden Uferseite, dort ist ein kleines abgezäuntes Freibad, die erste Besucherin. Die ältere Dame schwimmt zu uns herüber und will wissen ob wir schon erfolgreich waren. Dann schwimmt sie zurück. Ab jetzt finden auch die Fische unsere Köder. Wurden sie durch die Schwimmerin aufgeschreckt und haben die Uferseite gewechselt? Es ist zu vermuten. Diverse Brassen mit einem durchschnittlichen Stückgewicht von etwa 1200 Gramm können über die Kescher geführt und angelandet werden. Die erhofften Edelfische wie Aal und Zander sind nicht dabei. Ein Barsch konnte dem angebotenen Tauwurm ebenfalls nicht widerstehen. Wie sich beim Wiegen und Registrieren des Fanges herausstellte, waren jedoch nicht alle Teilnehmer erfolgreich. Der 1. Gewässerwart, Thomas Heins, konnte die meisten Fische anlanden. Ihm folgen Carsten Klein und Peter Fredeland. Ein schöner Angelvormittag war wieder einmal zu Ende. Fazit: Die Eider ist ebenfalls ein schönes Angelgewässer. Für jedermann sind die Angelplätze problemlos zu Fuß zu erreichen. Es sind wirklich nur kurze Wegstrecken vom asphaltierten Parkplatz zum Wasser. In unschiedlichen Abständen gibt es reichlich vom Schilf f rei geschnittene Angelplätze. Über vorhandene Gräben führen breite hölzerne und ebenerdige Übergänge. Tip von mir, Feederruten mitnehmen. Wie es vor Ort aussieht. Macht Euch selbst ein Bild. Schaut Euch die Fotos an. Euer Vereinsmitglied Gerhard Pitzke